Über mich

 

Aus eigener Erfahrung mit vielseitigem Potential, kenne ich die Kurven und Sackgassen im Lebenslauf.

Als künstlerisch tätiges Wesen kam ich zur Fachoberschule für Gestaltung in Frankfurt. Nach dem Fach-Abi war ich orientierungslos. Zu viele Interessen und Begabungen verwirrten mich und verhinderten eine Fokussierung. So wollte ich an einem Tag Krankenschwester werden, am nächsten Landschaftsarchiktin, wenig später Chemieingenieur für Umwelttechnik, Fotografin oder Kommunikationsdesignerin. So vieles interessierte mich. Ich liebte die Naturwissenschaften, die Künste, hatte eine soziale Ader und war ein Freigeist, liebte das Fotografieren, die Natur und das Reisen. Andere Menschen und Länder kennen zu lernen war für mich wie das Eintauchen in ein anderes Universum. Als Forscherin begab ich mich auf die Suche nach neuen Herausforderungen.

So begann ich eine Ausbildung als CTA-U und eine Fotografen-Ausbildung. Beide brach ich aus unterschiedlichen Gründen ab. Mit 19 Jahren landete ich in einer Siebdruckerei und machte dort alles was anfiel: Das Chef-Sekretariat, Druckvorlagenherstellung, Kontrolle des Warenein- und ausgangs, Drucken von T-Shirts... Da ich jedoch eine Ausbildung absolvieren wollte, in der Fachoberschule Freude am Fach "konstruktives Zeichnen" hatte und mich auch für Technik interessierte, entschied ich mich für die Ausbildung zur Technischen Zeichnerin (Maschinenbau). Bei der Lurgi AG beendete ich nach 2 Jahren hochschwanger die Lehre mit gutem Erfolg. Leider sollte mein Kind nicht lebend geboren werden und ich begann ein halbes Jahr später mit dem Studium der kirchlichen Gemeindepraxis in Darmstadt (EFH), aus Interesse an der kirchlichen Arbeit, die ich als Kindergottesdienst-Team-Mitglied kennen und schätzen gelernt hatte. An der Gemeindearbeit gefiel mir besonders die Möglichkeit kreativ und selbstbestimmt zu arbeiten, so entschied ich mich zum Studium. Auch hierbei liebte ich die Selbstbestimmung und Wahlmöglichkeit. 1997 erhielt ich mein Diplom mit besonderer Auszeichnung. Mein Sohn Simon Luka kam 1998 zur Welt und ich wurschtelte mich alleinerziehend durch das Leben. 2000 zog es mich von Darmstadt zurück in den Taunus. Ich bekam eine halbe Stelle als Klinik-Seelsorgerin im Ev. Dekanat Wiesbaden angeboten und war dort bis zur Geburt meiner Tochter Sarah Lina 2001 tätig. Nach einem halben Jahr, begann ich eine Fortbildung zur Systemischen Beraterin und Therapeutin und stieg wiederum ein halbes Jahr später in die Gemeindearbeit ein. Aus persönlichen Gründen verließ ich das Dekanat Wiesbaden und fand kurze Zeit später eine Anstellung als Projektkoordinatorin beim Deutschen Roten Kreuz. Meine Aufgabe war, Arbeitsbereiche für 1-Euro-Jobber zu etablieren, die Arbeitslosen zu coachen und kleinere Projekte mit ihnen und für sie zu entwickeln. Diese Tätigkeit brachte all meine Fähigkeiten und Bedürfnisse zusammen: Selbstbestimmtes Arbeiten, Kreativität, Empathie, Organisationstalent, Freude an Projektentwicklung und Beratungs-Kompetenz. Nebenbei baute ich eine eigene Praxis als Systemische Beraterin und Therapeutin auf. Ich arbeitete viel mit Kindern, Paaren, Familien und mit Einzelnen. Auch hier konnte ich mein Potential einbringen und meine Stärken leben.

 

Als 8-jähriges kind antwortete ich jedem, der mich fragte, was ich einmal werden wolle: Detektivin oder Ameisenforscherin. Heute kann ich sagen: Ich bin beides! Als Coach und Naturbeobachterin.

 

Als systemische Beraterin/Therapeutin ist man so etwas wie eine Detektivin und Hebamme zugleich, aber auch Forscherin. Es gilt die Beweggründe, die Wünsche, Ziele und Visionen von Menschen hervorzuheben, die Ressourcen zu stärken, das Potential zu entdecken und sie vor allem dabei zu unterstützen, den eigenen Weg zu gehen.

Toleranz und Demut sind meine Begleiter geworden. Demut vor dem Weg des Anderen, der ein eigener Planet ist. Die Achtsamkeitsarbeit trat druch meinen damaligen Lebensgefährten in mein Leben. Ich entdeckte die Langsamkeit mit Tai Chi. Achtsamkeitsarbeit bedeutet für mich zunehmende Selbst-Bewusstheit, ein Nach-Innen-Gerichtetsein, fühlen und beobachten. Dies alles geschieht nach Möglichkeit in wertfreier Annahme dessen was ist. Seit vielen Jahren biete ich Achtsamkeits-Training für Klienten an und bringe Natur und Achtsamkeit in Verbindung.

 

Als Scannerpersönlichkeit bin ich vielseitig und hochsensitiv. Ich habe ein besonderes Gespür für Menschen und fühle ihre individuellen Entwicklungsthemen, ihr Potential, ihren Schmerz und Bedarf. Ich nehme mehr wahr, fühle mehr und denke oftmals anders als "die Norm".

 

Als Naturverbundene bin ich viel unterwegs, alleine oder gemeinsam. Ich genieße die Natur, das Entdecken und Erforschen, den Wechsel der Jahreszeiten, der Farben, die Gerüche, den Wind, den Regen, den Schnee, die Sonne. Spaziergänge sind für mich Meditationen, in Verbindung treten mit der Natur. Mich selbst spüren und wissen, was richtig für mich ist. Zu mir finden und in Balance kommen und einfach SEIN. Die Natur ist meine spirituelle Heimat.

 

Als  Freigeist und Verfechterin der Selbstbestimmung war ich schon immer eine Rebellin, die aufbegehrt gegen eine reine Leistungsgesellschaft in der Funktionieren im Mittelpunkt steht und nicht soziales Engagement. Mir ist die größtmögliche Freiheit und Unabhängigkeit wichtig. Projekte müssen Sinn machen und nicht in erster Linie Geld einbringen. Kooperationen dürfen niemals die Freiheit beschneiden oder die Qualität mindern. Meiner Philosophie treu bleiben zu können, Selbstbestimmung und Selbstbewusstsein zu fördern, Betroffene als Basis des Projektes zu sehen und mit einzubinden in den Entwicklungsprozess, ist mir wichtig. Dies spiegelt sich auch in der phönIQs-Philosophie wieder. Angebote sollten durchdacht, von hoher Qualität sein und nicht "von oben" entwickelt werden, sondern getragen sein von Betroffenen. Denn diese kennen den Bedarf und haben das bessere Gespür für sinnvolle Angebote.

 

Ich freue mich über Mitgestalter/innen.    

 

Und ich freue mich, Sie oder Ihr Kind, auf Ihrem oder seinen eigenen Weg unterstützen zu können durch phönIQs und mein Netzwerk.

 

Ihre Anke Ziehm