Frequenz bedeutet die Anzahl der Schwingungen pro Sekunde die bei einem Ton vorhanden sind. Sie wird in Hertz gemessen.
Die Erde schwingt in 7,83 Hz. Diese Frequenz wird als Schumann-Resonanz bezeichnet.
Jeder Himmelskörper hat seine eigene Frequenz, die hörbar gemacht wird durch astronomische Zyklen wie Umlauf- und Rotationsverhalten.
Heute werden auch Frequenzen der Bäume, Pilze und anderer Lebewesen hörbar gemacht durch Bioakustiksensoren oder Elektroden, die Saftfluss, winzige Resonanzen oder elektrische Impulse in hörbare Töne und Melodien umwandeln.
Albert Einstein stellte die berühmte Formel auf: E=mc²
und ging damit davon aus, dass Masse und Energie zwei Formen derselben Sache sind.
Materie (Lebewesen, Gegenstände...) ist auch Energie.
In der Materie schwingt es durch die Atome und Moleküle. Sogar ein scheinbar unbeweglicher Stein beinhaltet Atome die schwingen.
In der Quantenphysik spricht man davon, dass Teilchen Wellen, also Frequenzen besitzen.
Gibt es einen Unterschied in der Herz- oder Hirnfrequenz wenn ein Mensch Angst hat oder entspannt ist? Dies ist messbar. Die Hirnaktivität durch ein EEG (Elektroenzephalogramm) und das Herz mit der Herzratenvariabilität (HRV).
Die Wissenschaft zeigt dabei deutlich, dass Gehirn und Körper messbare elektrische Schwingungen erzeugen und dass Gefühle einhergehen mit veränderten Aktivitätsmustern im Gehirn, Nervensystem und Herzfrequenz.
Neurowissenschaftler sprechen von neuronalen Oszillationen (Hirnwellen) und Aktivitätsmustern. Emotionen sind messbare Frequenzen im Zusammenspiel bestimmter Hirnnetzwerke.
Bei der Angst sind die Amygdala, die Insula und Teile des präfrontalen Cortex besonders aktiv. Das Gehirn befindet sich im Notfallmodus und dadurch in erhöhter Aufmerksamkeit für Gefahren. Es kommt zu einer Erhöhung der Beta-Wellen-Aktivität im Frequenzspektrum von 13 bis 30 Hz. Bei Entspannung ist eine Zunahme der Alpha-Wellen (8-12 Hz) zu messen, während Meditation und Mitgefühl (statt Mitleid) die Gamma-Wellen verstärken (30-100 Hz) und eine Rolle spielen bei der Integration verschiedener Hirnprozesse. Bei Freude beobachtet man eine stärkere Aktivität der linken vorderen Hirnhälfte (präfrontaler Cortex) und Veränderungen im Alpha- und Gamma-Bereich.
Interessant wird zunehmend der Zusammenhang zwischen Kopf und Körper. Die Botenstoffe (Dopamin, Serotonin, Noradrenalin) spielen bei Aufregung oder Entspannung eine große Rolle und haben Einfluss auf den Herzschlag, die Muskeln und die Darmgesundheit.
Doch wir gelingt es nun den Körper aus einer Angststarre zur einer Entspannung zu führen? Aussagen wie : "Entspanne dich!" oder neudeutsch "Chill mal!", sind da leider wenig hilfreich, denn die Amygdala befindet sich nun mal im Überlebensmodus.
Und da kommen wir zur Musik, zu Klängen, Musikfrequenzen.
Wir wissen alle, dass bestimmte Musik uns zum weinen bringen, uns beim Sport unterstützen, uns aggressiv, ängstlich oder entspannt machen kann.
Dies bestätigt auch die Musikforschung und Therapie. Musik und Emotionen gehören zusammen. Musik kann dazu verwendet werden, unsere Stimmung zu verändern, beizubehalten oder zu verstärken. Manchmal wird auch die Musik selbst als symbolischer Freund erlebt. Sie kann auch von ungewollten Gedanken und Gefühlen wegführen und die Stimmung verbessern. Das Ergebnis einer kleineren Studie mit 200 Probanden war, dass es in einem traurigen Modus dann zu einer Verbesserung der Stimmung führte, wenn die Musik als schön und traurig erlebt wurde.
Grundsätzlich ist beim Musikhören die Absicht wesentlich. Will man eher Gefühle ausdrücken, weil sie unterdrückt wurden oder will man aufgeregte Gefühle besänftigen.
Jüngere Menschen hören nach der Arbeit eher dynamische Musik, andere eher entspannende. Ich kenne junge Menschen, die richtig "abtanzen" müssen, um zu entspannen oder Metal hören, um Emotionen auszudrücken, was sie anschließend wiederum entspannt.
Kühe fühlen sich "glücklicher" bei bestimmter Musik und geben sichtbar mehr Milch. Dabei handelt es sich um Musik im langsamen Takt unter 100 Schlägen pro Minute (BPM). Besonders positiv scheinen sie auf die Pastorale von Beethoven und auf Mozarts Musik zu reagieren, jedoch auch auf ruhige Pop- oder Rockballaden und beruhigende Entspannungsmusik, insbesondere mit Flöte und Sitar.
Im mongolischen Dokumentarfilm "Das weinende Kamel" spielt die Musik eine zentrale Rolle. eine Kamelmutter, die nach einer schweren Geburt ihr weißes Fohlen verstoßen hat, wird mit einer Pferdekopfgeige mit tiefen, melancholischen Klängen bespielt und mit rhythmischen Gesängen in eine Art Trance versetzt, bis die Kamelmutter weint und ihr Junges annimmt.
Wenn Gefühle unterdrückt sind, wirkt es sich auf unsere Stimmung aus. Es gilt, so sagt die Achtsamkeitsarbeit, alles wahrzunehmen, auszudrücken und anzunehmen, dann gelingt ein Leben im Einklang statt im Drama.
Wenn wir verstimmt sind, klingt unsere Stimme anders.
Wenn wir in guter Stimmung sind, strahlen wir es auch aus und leuchten.
Wenn wir gelernt haben, den neutralen Beobachter zu installieren (Achtsamkeitsarbeit), können unsere Gefühle und Gedanken bewusst und wertfrei an uns vorbeiziehen, ohne dass unser Körper darauf reagieren muss. So gelangen wir mehr und mehr in einen Zustand der hohen Bewusstheit, der Neutralität und Balance.
Wie schwingst du gerade? Welche Stimmung hast du aktuell?
Ich lade dich ein, mit Stimmung, Stimme und Klängen zu experimentieren, um einen Impuls zu setzen.
Viel Neugier und Freude dabei!
Anke

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